Der Befreiungsweg

Wenn Gott auf Erden wandelt

Wenn Gott auf Erden wandelt

Wenn Gott auf Erden wandelt

Foto: „Guruji“ Sri Kanti Parshuram

Buddha wurde einmal gefragt: „Was hast Du aus der Meditation gewonnen?“

Er antwortete: „Nichts! Lass mich Dir aber sagen, was ich verloren habe:
Wut, Angst, Depression, Unsicherheit, Angst vor dem Alter und Tod!“

(Aus “Geistesblitze Buddha“:)

Wenn Gott auf Erden wandelt – Auftrag und Wesen der Spirituellen Meister

Auszüge aus dem Buch von Sant Kirpal Singh
Vorwort

Ohne die lebensspendene Begegnung mit einem lebenden Meister kann die Seele nicht aus ihrem Schlummer erwachen und sich auf das Wort einstimmen. Wir alle kennen die Worte aus dem Prolog des Johannes-Evangeliums:

„Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“

Es ist unmöglich, die von Weisheit, Frieden, Trost, Überzeugung, Ermutigung und von liebevoller Zurechtweisung erfüllten Worte, die ein Gottmensch zu Lebzeiten gegenüber Seinen Schülern äußert, in schriftlicher Form zu vermitteln. Die unerschütterliche Überzeugung, dass Seine Lehren wahr sind, erwächst mindestens ebenso aus Seinen Taten, die von selbstloser Güte und übermenschlicher Liebe geprägt sind. Sein Leben, Sein Verhalten, Sein Einfluss und Seine Segnungen prägen sich jedoch unauslöschlich jenen ein, denen es gegeben ist, mit Ihm verbunden zu sein. Seine kontrollierende Kraft und Seine Fürsorge inspirieren den Schüler, sich zu Seinen Füßen zu ergeben und für immer durch Sein Gurumantra führen zu lassen.

Die Notwenigkeit des Gottmenschen

In den Veden wird die Seele als Teil von Gott bezeichnet. Und so lässt das Zeugnis der heiligen Schriften keinen Zweifel daran, dass die Seele ihrem Wesen nach göttlich ist. Gott ist Geist, und so kann die Wesensgleichheit zwischen Gott und dem Menschen sich nur auf seine Seele beziehen, die ebenfalls unsterblicher Geist ist. Als verkörperte Wesen waren sie dazu bestimmt, in der Welt zu handeln und durch jede Handlung und Erfahrung Eindrücke in sich aufzunehmen. Die Eindrücke zahlloser Empfindungen, die jedes Handeln begleiten, schließen die Seele in immer dichtere und durchdringlichere Schleier ein, welche die Aufmerksamkeit der Seele in zunehmendem Maße von innen nach außen in die Sinnenwelt lenken. Auf diese Weise vergaßen die Geschöpfe Gottes allmählich ihre Einheit mit Gott und empfanden sich als eigenständige, aus eigenem Antrieb handelnde Wesen. In dieser scheinbaren Trennung von Gott, in der die Seele nicht länger der Inspiration des göttlichen Geistes, sondern den Anregungen des eigenen Ichs folgt, ist sie zwangsläufig dem Wechselspiel von Ursache und Wirkung unterworfen. Dies bringt unweigerlich die Erfahrung von Sorge und Leid mit sich, denn ohne die lenkende Weisheit Gottes führt alles Handeln zu Bindung in der Welt und damit zum Kreislauf von Leben und Tod. Jede Handlung, jede Erfahrung, ob angenehm oder unangenehm, hinterlässt einen Eindruck in der Seele, der wiederum Wünsche und Begierden auslöst, die ihrerseits die Dynamik des Handelns und der Verstrickung verstärken. So hat jedes Geschöpf bei seinem Tod bereits zahllose Saaten unerfüllter Wünsche gelegt, die in weiteren Inkarnationen Frucht tragen müssen.

Während alle anderen Geschöpfe Gottes ohne jeden freien Willen blind ihr Schicksal vollenden müssen, das zur Geburt in der einen oder anderen Gestalt führte, hat der Mensch bei aller Verstrickung den göttlichen Ursprung seiner Seele nie ganz vergessen. Zu irgendeinem Zeitpunkt seiner langen Reise, auf der er in stets wechselnden Körpern in unterschiedlichen Lebensumständen den ewigen Wechsel von Freude und Schmerz erfahren hat, erwacht in ihm die Sehnsucht, zu seinem göttlichen Ursprung zurückzukehren. Diese Erinnerung markiert den Wendepunkt in seiner Existenz, und ein solcher Mensch findet keine Ruhe mehr, bis er in sich selbst den Zugang zu Gott wieder findet. Gott selbst wartet auf dieses Wiedererinnern und verstärkt diese Sehnsucht. Nur Gott ist vollkommen, und wenn die Seele vollkommen werden will, muss sie sich all der täuschenden, begrenzenden Eindrücke entledigen, die sie im Laufe ihrer zahllosen Inkarnationen in der physischen Welt angesammelt hat.

Der Mensch ist nicht in der Lage, aus eigener Kraft die Lagen von Eindrücken um seine Seele zu  durchdringen. Verwendet er seinen eigenen Willen und Verstand darauf, wird er durch diese Anstrengung nur noch weitere Eindrücke sammeln. Hofft er hingegen, die Wünsche in seinem Herzen dadurch zu überwinden, dass er sie sich erfüllt, wird er feststellen, dass jeder erfüllte Wunsch ein Vielfaches an neuen Wünschen hervorbringt. Je mehr er von seinen Wünschen beherrscht wird, desto unerbittlicher folgt das Leid. So stellt er am Ende fest, dass jede vergangene Handlung in der Gestalt von Wünschen und Neigungen in seinem Wesen lebendig bleibt und ihn dazu treibt, jeden Augenblick neue Eindrücke anzusammeln. In dieser Situation scheint es keinen Ausweg aus seinem Unglück zu geben und keine Möglichkeit, zu Gott zurückzugelangen.

Seit es Menschen gibt, hat Gott Heilige oder Gottessöhne entsandt. Ein solcher Spiritueller Meister wird von Gott beauftragt, ernsthaften Gottessuchern die Erfahrung göttlicher Offenbarungen in ihrer Seele zu schenken. Ihm wird diese Aufgabe übertragen, nachdem Er selbst in der Meditation alle Stufen der Selbstverwirklichung und Gottverwirklichung bis zur Verschmelzung Seiner Seele mit Gott erfahren hat. Nur ein Mensch kann einen Menschen leiten, und so ist ein Gottmensch als Bindeglied zwischen der Seele und Gott von zentraler Bedeutung. Ohne diese kompetente Führung kann keine Seele Erlösung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod finden.

Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. (Johannes 14,6).

 

Auch Tulsi Sahib erklärt:

Wer ist größer als Rama und Krishna? Auch sie mussten einen Meister annehmen. Selbst sie, die über die drei Regionen – die physische, astrale und kausale – herrschten, mussten sich vor einem Meister verneigen!

Zu allen Zeiten und in allen Kulturkreisen gelangten, wie die heiligen Schriften belegen, aufrichtige Gottsucher zu der Einsicht, dass der Pfad zur Erlösung nicht ohne einen Gottmenschen zu finden ist. Als Gott die Welt erschuf, manifestierte sich der absolute Geist im Wort, im OM. Dieses göttliche Wort durchdringt die ganze Schöpfung und hält sie am Leben. Zöge es sich auch für nur einen Augenblick aus dem Universum zurück, fiele dieses in sich zusammen. Diese Kraft trägt alle Eigenschaften des vollkommenen Gottes in sich, und sie bildet das innerste Wesen der menschlichen Seele. Auch der Mensch könnte keinen Augenblick existieren, wenn ihn diese Bewusstseinskraft nicht am Leben erhielte. Gleichwohl hat sich der Mensch in einem solchen Maß mit seiner materiellen Existenz identifiziert, dass er die Gegenwart dieser göttlichen Kraft in sich selbst und in allem nicht wahrnimmt. Wird er jedoch irgendwann einmal müde, sich stets und ständig an die wechselnden Phänomene der physischen Welt zu binden, beginnt er, das Göttliche in sich selbst zu ahnen. Schließlich begegnet er einem Gottmenschen, der ihn mit der unmittelbaren Erfahrung des offenbarten Gottes in sich segnet.

Diese Heiligen, Propheten, Seher oder Meisterseelen strahlen Gottesmanifestationen des inneren Lichts, Klangs und des reinen Wortes aus. Sie gebieten über alle verschiedenen Stufen der Gotteserfahrung und besitzen die Macht, andere damit zu segnen. Allein durch den Gottmenschen kann man den Herrn erkennen, nur durch Ihn kann man die spirituelle Wirklichkeit in sich erfahren. Die spirituellen Kräfte eines solchen Gottmenschen ziehen den Geist des Ergebenen aus dem Körper empor.

In seiner physischen Gestalt begegnet der Gottmensch seinen Mitmenschen als einer von ihnen, so dass die Sucher sich vertrauensvoll an Ihn wenden, Ihn lieben und auf diese Weise die spirituelle Verbindung im Inneren erlangen können. Nach und nach werden die Saaten des Karmas verbrannt, so dass der Ergebene im Laufe seiner spirituellen Entfaltung immer mehr mit dem Gottmenschen eins wird. Der Gottmensch befreit ihn aus dem Leid der materiellen Existenz und führt ihn zur Erlösung.
Der Gottmensch allein besitzt den Schlüssel zum „Himmelreich“, und Er allein öffnet uns die Tür zum Reich Gottes.

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir folgt, wird nimmermehr in der Finsternis wandeln, sondern das Licht des Lebens haben (Johannes 8,12).

Was ist der Gottmensch?

Der Gottmensch ist über die drei Daseinsebenen – die physische, astrale und kausale Ebene – wie auch über die drei angeborenen Neigungen (Satva, Rajas und Tamas) erhaben. Er kennt keine Bindung an den physischen Körper, noch identifiziert Er sich mit ihm. Er kennt keinerlei Bindung an das Gemüt und die Materie. Ein Gottmensch ist in der Tat eins mit Gott. Er ist der bewusste Mitarbeiter im Werk Gottes, nämlich die Seelen wieder zu Gott zurückzuführen. Ihm sind alle jene Seelen bekannt, die aufgrund ihres Karmas, in das Er Einblick hat, zu Gott zurückgeführt werden sollen. Jede Seele empfängt unter Seiner Führung soviel Gnade, wie sie aufzunehmen bereit ist. Der Meister verfügt über unbegrenzte  spirituelle Schätze, die Er großzügig an alle verteilt, die den Wunsch danach hegen.

Beurteilt einen Gottmenschen niemals von der menschlichen Ebene aus, denn Er ist viel mehr, als Er zu sein scheint! Er ist ein endloser Strom göttlicher Wahrheit, der von Anbeginn der Schöpfung ununterbrochen aus Gott hervorquillt. Er steht über aller Vorstellung, allem Begreifen, Er lässt sich nicht einmal erahnen. Er übersteigt Sehen, Hören und Verstand. Selbst wenn man ein Leben lang zu Seinem Ruhm sänge, könnte man Ihm nicht gerecht werden.

Die Verbindung der Seele mit dem Wort, dem Gurumantra, kann allein der Meister und niemand anderes herstellen und festigen, denn Er ist das personifizierte Wort. Er enthüllt dieses Wort jedoch aus größter Barmherzigkeit und Gnade, wenn Er es so will. Der Vater und der Sohn sind eins, und sie erfüllen dasselbe Gesetz. Im Reich Gottes gibt es keinen anderen Boten als den Heiligen. Die zwei sind so eng und unlösbar miteinander verwoben, dass der Heilige alle Fäden in der Hand zu haben scheint. Ein lebender Meister ist die einzige Hoffnung für die Menschheit.

Der lebende Meister

Wahre Hingabe an Gott wächst mit der Hingabe an den lebenden Meister, wenn wir durch die göttlichen Offenbarungen mit dem Herrn verbunden sind. Der vollendete Meister ist der Herr selbst in menschlicher Gestalt. Das Wort allein, das Gurumantra, kann unser Bewusstsein emporziehen und zu Gott zurückbringen, und dieses Gurmantra können wir nur durch einen lebenden Meister empfangen.

Der vollendete Meister hat Einblick in das Karma, das der Schüler aus früheren Lebensläufen mit sich trägt, und Er erkennt sofort, wer für diesen Pfad bereit ist. Wenn es das Karma aus der Vergangenheit erlaubt, empfängt der Schüler zum vorbestimmten Zeitpunkt die Initiation, das Gurumantra. In Seiner Barmherzigkeit führt Er solche Menschen äußerlich oder innerlich zu sich, damit sie die Initiation erhalten.

Der Wert der heiligen Schriften

Nüchtern betrachtet sind sie nichts anderes als die Aufzeichnungen der persönlichen spirituellen Erfahrungen von Weisen, Sehern, Propheten und frommen Menschen der Vergangenheit. Die heiligen Schriften und die Lebensberichte solcher erhabenen Persönlichkeiten wecken eine spirituelle Sehnsucht und erfüllen uns mit Hoffnung und Sehnsucht. Letzten Endes sind Bücher aber materielle Gegenstände und können somit kein Leben weitergeben. Nur eine erwachte Seele kann unsere Seele aus ihrem tiefen Schlummer wecken. Die Lehren der Heiligen erfasst man nicht durch verstandesmäßiges Lernen, sondern vor allem durch Offenbarung. Gott kann man am besten durch Hingabe an einen Gottmenschen dienen, denn nur durch dessen Gnade können wir zu Gott gelangen. Diese Hingabe bedeutet Gehorsam ohne Wenn und Aber.

Im Sadguru liegen alle Veden und die anderen heiligen Schriften verborgen. Mit Ihm in Verbindung zu kommen genügt, um sicher über das Meer des Lebens zu gelangen. Ohne einen Meister der Wahrheit können wir die Wahrheit nicht kennen. Gott selbst muss zu diesem Zweck herabkommen. In  menschlicher Gestalt verströmt Er Gottes Licht und lädt alle, die mit Ihm in Berührung kommen, mit den mächtigen Strahlen der Spiritualität auf. Von jeher ist der Mensch Lehrer des Menschen gewesen und schon immer nahm sich der Mensch einen idealen Menschen zum Vorbild.

Wohnstätte aller göttlichen Eigenschaften

Obwohl der Meister selbst die Unio Mystica mit Gott erlangte und somit für immer zu Gott zurückkehren könnte, verbleibt Er freiwillig in der Welt, um als gehorsamer Diener Gottes suchenden Menschen aus ihrem Leid herauszuhelfen.

Kommt zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken. (Matth. 11,28)

Der Meister ist wahrhaft die Wohnstätte aller göttlichen Eigenschaften, die er in Fülle verkörpert. Zum einen ist der Meister Menschensohn – mit einem physischen Körper – und zum anderen Sohn Gottes, der die von Gott getrennten Seelen zu ihrem Ursprung zurückführt. Als Mensch ist Er der Heiligste der Heiligen, von einer Liebe erfüllt, die sich auf alle sozialen Klassen, Länder und Nationen erstreckt. Er liebt alle Menschen weit mehr als Eltern ihre Kinder. Er ist in jeder Hinsicht vollkommen – geistig, moralisch, spirituell, eine Manifestation Gottes. Trotz Seiner Größe verhält Er sich wie der Geringste und Bescheidenste unter den Menschen. Er vereint in sich Macht und Armut, Erkenntnis und Liebe, Größe und Demut. Er kann sich nach freiem Belieben über den physischen Körper erheben, Sonne und Mond hinter sich lassen und die feinstofflichen und kausalen Regionen durchqueren. Er besitzt alles Wissen
vom Jenseits bis hinauf zur reinen Wahrheit Gottes.

Die Mission des Meisters

Der Spirituelle Meister kommt und geht aus freien Stücken. Zwar muss Er in die Welt geboren werden, um während dieses Lebens den höchsten Grad der Vollendung zu erlangen, ist jedoch, wenn Er dieses höchste Lebensziel einmal erreicht hat, ein freies Wesen, das nicht länger dem Gesetz des Karmas unterliegt. Von der Welt losgelöst und auf ewig frei, kommt Er als Erlöser, zum Wohl der Menschheit.

Wie findet und erkennt man einen vollendeten Meister?

„Wenn der Schüler bereit ist, erscheint der Guru“ – ist das Gesetz Gottes. Aufgrund seines guten Karmas aus der Vergangenheit ist es dem Schüler vorherbestimmt, den spirituellen Pfad aufzunehmen. Die von Gott dazu Auserwählten werden von selbst zum Gottmenschen hin gelenkt, oder der Gottmensch seinerseits findet sie, wo auch immer sie sich gerade befinden. Genauso wenig ist es dem Menschen gegeben, den Gottmenschen völlig zu begreifen. Wir können nur soviel von Seiner Größe erkennen, wie Er uns wissen lässt. Er allein bestimmt, zu welcher Zeit und in welchem Maße jeder fortschreitet, und dementsprechend enthüllt Er uns nach und nach soviel von Seinem spirituellen Reichtum, wie Er es wünscht. Wie gütig der Meister auch immer ist, keiner hat ein Recht auf Seine Gnade. Seine Gnade fließt
allen gleichermaßen zu, doch erhält sie jeder, wie Er es bestimmt. Der Sadguru ist die personifizierte Wahrheit und weiß um alles und jedes. Wenngleich allem innewohnend, steht Er doch über allem Lob und Hass.

Sein Leben und Wirken

Er ist immer der Gebende und nie der Empfangende.
Er lässt sich Seine spirituelle Unterweisung nicht bezahlen.
Er ist die lebende Verkörperung der Demut.
Er lebt mit allen in Frieden und vergibt lächelnd allen, die schlecht über Ihn sprechen.
Er kleidet sich einfach und schlicht.
Er lehnt es stets ab, Wunder zu wirken. Nur in besonderen Fällen mag Er von Seinen
unglaublichen Kräften Gebrauch machen.

Ergebenheit gegenüber dem Meister

Ergebenheit zu den Füßen des Meisters bedeutet, seinen eigenen Willen mit dem Willen des Meisters zu verschmelzen und sich vollkommen Seiner Barmherzigkeit zu überlassen. Es ist der sicherste und leichteste Weg, um allen Sorgen und Ängsten zu entkommen. Dies ist erst möglich, wenn der Schüler vollkommenen Glauben und unerschütterliches Vertrauen in die Kompetenz des Meisters hat.

Die Worte des Meisters

Der Meister möchte, dass wir mit Liebe und Gehorsam seine Worte befolgen, denn hierin liegt der ganze Segen für den Schüler. Die Worte des Meisters lassen sich nicht vom Meister trennen. Der Meister ruht im Wort. Und Seine Worte bringen das zum Ausdruck, was in Ihm ist – das Wort, den Lebensimpuls und die Kraft. Seine Worte dringen zweifellos ins Herz der Sucher, und wer könnte wohl die Sehnsucht nach Gott besser verstehen als Er?

Je mehr Gewicht man den Worten des Meisters beimisst, desto mehr Gnade wird man empfangen. Wahre Ergebung gegenüber dem Meister besteht darin, Seine Gebote anzunehmen und zu befolgen. Es wird geraten, den Gedanken an den Meister zu unserem ständigen Gefährten zu machen, was auch immer wir gerade tun. Es ist absolut notwendig, dem Meister nach Seinem Willen zu dienen, denn darin liegt das Heil für den Schüler. Viele Menschen begegnen dem Sadguru, aber das allein ist nicht genug. Die Erlösung erlangt man, indem man Ihm in Gedanken, Worten und Taten gehorcht.

Wenn man einen solchen Meister gefunden hat, bringt Er des Schülers Gemüt unter Kontrolle der göttlichen Offenbarungen, unter deren überwältigendem Einfluss er sich freudig dem Willen Gottes überantwortet. Wem dieses Glück widerfährt, der zieht den größten Nutzen aus seiner menschlichen Geburt, denn er erreicht das höchste Ziel des menschlichen Lebens.

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