Der Befreiungsweg

Gründe für eine Vegetarische Ernährung

Gründe für eine Vegetarische Ernährung

Gründe für eine Vegetarische Ernährung

Foto: Annamartha/ pixelio.de

Viele Gründe – eine Entscheidung:

Vegetarismus ist mehr als der Verzicht auf Fleisch

Es gibt vielfältige Gründe für eine vegetarische Ernährung: ökologische und ökonomische, gesundheitliche und ethische, religiöse und spirituelle. Egal von welcher Ebene aus man das Thema betrachtet: Vegetarismus nutzt Mensch und Tier, dem Einzelnen und der Gesellschaft und nicht zuletzt dem Planeten Erde und der göttlichen Seele.

Ökologische Gründe:

Vegetarismus schont unsere Umwelt

Umweltschutz und Fleischkonsum vertragen sich nicht: Die Rodung von Regenwald zur Gewinnung von Weideflächen setzt die Sauerstoffproduktion auf der Erde herab. Immer mehr Biotope müssen Monokulturen weichen, auf denen riesige Futtermengen für die Tiermast angebaut werden. Sogar die natürliche Methangasproduktion in den Mägen der Wiederkäuer wird zum Umweltproblem, wenn sich die Rinderherden vermehren wie in der industriellen Masttierhaltung. Das Grundwasser wird durch die Exkremente der Tiere belastet, das als Gülle auf die Felder gebracht oder einfach in Gewässer eingeleitet wird. Und auch unsere Meere sind überfischt: Der Fleisch- und Fischkonsum der Menschen hat unmittelbar schädigende Auswirkungen auf unsere Umwelt – und das hat mittelfristig auch ökonomische Folgen.

Albert Einstein über Vegetarismus
.Jeder Einzelne kann sinnvoll und effektiv zum Umweltschutz beitragen, indem er auf eine vegetarische oder vegane Ernährung umstellt. Doch es gibt noch mehr Gründe, die für einen Verzicht auf das Stück Fleisch auf dem Teller sprechen:

Ökonomische Gründe:

Hunger in der Welt durch Fleischkonsum

In einer Zeit, in der die Weltbevölkerung rasant zunimmt und inzwischen immer mehr Menschen hungern, erscheint es nicht sinnvoll, wenn fast 90 Prozent der Soja-Ernte für Kraftfutter verwendet wird. Zudem vernichtet die Erzeugung von Fleisch riesige Lebensmittelmengen: Zur Produktion einer Kalorie werden je nach Tierart fünf bis dreißig Kalorien verfüttert. Mehrfach so viele Menschen können daher mit der gleichen Getreidemenge ernährt werden, wenn statt einem Schweineschnitzel ein Weizen- oder Sojaschnitzel gegessen würde. So gesehen trägt jeder Fleischesser zum Hunger in der Welt bei.

Gesundheitliche Gründe:

Aggressivität und Krankheiten durch Fleischkonsum

Unter gesundheitlichen Gesichtspunkten ist bekannt, dass durch Fleischkonsum Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs, Osteoporose, Nierensteine, Hautprobleme, Allergien und Störungen des Immunsystems (über die chemischen Mittel, mit denen die Tiere behandelt werden) begünstigt werden.

Dadurch gibt es auch Auswirkungen auf die Psyche: Fleischkonsum wird häufig mit Aggressivität in Verbindung gebracht. Vor über zehn Jahren wurde in einer renommierten britischen medizinischen Zeitschrift über eine Studie berichtet, in der man Jugendlichen, die aufgrund aggressiven Verhaltens in einer Einrichtung untergebracht waren, im Rahmen einer Studie nur vegetarische Kost gab, mit dem Ergebnis, dass die Häufigkeit aggressiver Ausschreitungen signifikant abnahm.

Ethische Gründe:

Töten für den Genuss?

Unter ethischen Gesichtspunkten stellt sich die Frage, ob es der Wunsch nach Genuss rechtfertigt, dass der Mensch andere Lebewesen so grausam behandelt und sie am Ende tötet. Während Raubtiere kein Unterscheidungsvermögen besitzen und nicht für den Genuss, sondern für ihren Lebensunterhalt töten – und das zum Teil unter großen Anstrengungen oder auch Gefahren – kann der Mensch zwischen Gut und Böse, richtig und falsch unterscheiden und ist in der Lage, Mitgefühl für seine Mitgeschöpfe zu empfinden. Zudem ist er von seiner körperlichen Anlage her für eine vegetarische Ernährung ausgerüstet: seine Eckzähne sind für das Aufbrechen von Nüssen geeignet. Im Unterschied zu allen anderen Lebewesen hat der Mensch die Wahl, wovon er sich ernähren will.

Bei Tierfreunden findet man zum Teil eine merkwürdige Spaltung, die auf Unbewusstheit hindeutet: sie lieben und hegen ihre eigenen Tiere, schützen vielleicht sogar bestimmte Tiergruppen, sind aber an der Tötung anderer Tiere beteiligt, indem sie Fleisch essen. Insgesamt finden sich unter Tierfreunden aber besonders viele Vegetarier. Für diese Psychologie des Fleischkonsums hat Dr. Melanie Joy den Begriff des Karnismus geprägt.

 

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