Der Befreiungsweg

Überlasst Eurem Guru alles!

Überlasst Eurem Guru alles!

Überlasst Eurem Guru alles!

Foto: Zu Gurupurnima geschmückter Altar

Wenn ihr euren Guru gefunden habt, überlasst Ihm alles, sogar die Sorge um eure Erlösung. Er kennt euch besser als ihr selbst und wird euch zeigen, was am besten für euch ist. Eure Aufgabe ist es, Ihm zu gehorchen und der Versuchung zu widerstehen, euch von Ihm zu entfernen. Ihr mögt fragen, wie ihr euren Lebensunterhalt verdienen könnt, wenn ihr euch so vollkommen auf den Guru verlasst? Seid überzeugt, dass der Herr euch nicht verhungern lässt. Er wird euch nicht nur Nahrung, sondern den Nektar der Unsterblichkeit geben. (Sathya Sai Baba, Thought of the day vom 09.07.2011)

Für den Erfolg in jedem Aspekt des Lebens sind Kenntnisse, Geschick und Ausgewogenheit unerlässlich. Wenn man Wissen mit Geschicklichkeit kombiniert, bekommt man Ausgewogenheit. Ausgewogenheit ist sehr wichtig. Es bedeutet, das Gleichgewicht zu halten angesichts von Lob und Kritik. Um im Gleichgewicht zu bleiben, ist Geschick erforderlich. Wenn ihr das Gleichgewicht verliert, folgt bald Leiden. Wenn euch eine Arbeit gegeben wird, solltet ihr Herz und Seele hinein geben und sie mit äußerster Ernsthaftigkeit und Hingabe verrichten, bis zur Grenze eurer Fähigkeit. Nehmt zum Beispiel eine Person, die damit betraut wurde, Bäume zu pflanzen und den Garten zu gestalten. Wenn sie die Arbeit mit ganzem Herzen tut, ohne durch Lob oder Tadel beeinträchtigt zu werden, gedeihen die Pflanzen gut und der Garten verwandelt sich in einen Ort großer Schönheit. Wenn der Guru kommt, um diesen Garten anzuschauen, und mit dem Zustand der Pflanzen zufrieden ist, wird die Freude des Gurus zu Gnade, die er dieser Person schenkt, und die Gnade wird sie sehr glücklich machen. (Sathya Sai Baba, Thought vom 14.07.2011)

Gurupurnima oder Vyasa-Purnima ist ein heiliger Tag, der mit Gebeten und aufrichtiger Reue, die aus der Liebe zu Gott entsteht, gefeiert werden sollte, um eure eigene Vervollkommnung zu erreichen. Ihr solltet heute mit Gebet und Reue feiern, denn nur dadurch wird das Herz geläutert, und nicht durch Schlemmen oder Fasten, was nur den Körper betrifft. Das Gemüt des Menschen wird mit dem Mond verglichen, denn es ist so launisch wie der Mond mit seinem Umschwung von Helligkeit zu Dunkelheit. An diesem Vollmondtag sollte das Gemüt auch hell, strahlend und kühl sein. Vyasa wurde mit einem großen Verlangen nach spiritueller Erhebung geboren und er begann bereits als Kind mit vertieften Studien und spirituellen Übungen (Sadhana). Er erlangte solch göttliche Weisheit und Herrlichkeit, dass er mit Gott selber auf eine Ebene gestellt wird. Er ragt heraus als der Loka Guru, der Weltlehrer, denn er ordnete die Vedischen Hymnen ein und schrieb spirituelle Abhandlungen für die Menschen, die er auszubilden liebte, und hob ihr Bewusstsein an, so dass sie sich Hoffnungen machen konnten, Gott zu erkennen. (Thought vom 15.07.2011)

Gurupurnima ist der Tag, an dem ihr euch entscheidet, durch spirituelle Übungen (Sadhana) Herr eurer Sinne und eures Intellektes, eurer Emotionen und Leidenschaften, Gedanken und Gefühle zu werden. Selbst während der Meditation will euch das Ego stören. Opfert euch selber deshalb ganz Gott. Diese vollständige Hingabe kann nicht aus Gelehrsamkeit entstehen. Ein Gelehrter kann durch Ego verunreinigt sein, er findet seine Freude daran, jedem anderen das Für und Wider vorzuhalten, er verursacht Zweifel und stört das Vertrauen, indem er das Weltliche mit dem Spirituellen vermischt, um daraus weltlichen Gewinn zu ziehen. Aber ihr solltet zu Gott beten, um spirituellen Fortschritt zu erlangen. Beschäftigt euch deshalb unverzüglich mit spirituellen Übungen. Kultiviert Tugenden, seid frei von schlechten Gewohnheiten, Gedanken, Worten und Taten. Wachst in Liebe und grüßt alle mit Liebe. Das ist der Weg zu Ananda (Freude, Glückseligkeit). (Thought vom 25.02.2012)

Das Ziel aller menschlichen Bemühungen ist die Einheit zu erreichen, die hinter aller Vielfalt liegt. Ohne dies zu schaffen, kann man nicht im Frieden sein. Wie oft man das Friedens-Mantra auch wiederholen mag – dadurch wird einem kein Friede gewährt. Derselbe Strom aktiviert die vielen scheinbar verschiedenen Instrumente wie die Glühbirne, das Mikrophon, den Ventilator, den Kühlschrank, den Kassettenrekorder, den Ofen usw. Der Guru ist derjenige, der euch diesen unsichtbaren Strom zeigt. Der Guru ist wie der Fremde, der die Hütte eines armen Mannes betritt und bekanntgibt, dass unter dem Fußboden seines Heims ein kostbarer Schatz verborgen ist, den er besitzen kann, wenn er ein paar Minuten gräbt. Und dafür verdient der Guru eure Dankbarkeit.

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