Der Befreiungsweg

Parshuram, die unsterbliche Meisterseele

Parshuram, die unsterbliche Meisterseele

Parshuram, die unsterbliche Meisterseele

Foto: Lord Parshuram / AdobeStock by Abhishek

Aussagen von Guruji über Parshuram, die Meisterseele

Im Agni Puran heißt es: „Ich werde dir (Vasishtha) die Manifestation (von Vishnu) als Parshuram beschreiben: Als der Herr (Vishnu), der Beschützer der himmlischen Wesen und der Brahmanen, die herrschende Klasse als überheblich (hochmütig) ansah, inkarnierte Er als Bhargava [Parshuram wird im Agni Puran und auch im Mahabharata als Bhargava bezeichnet. Das ist der Name für seine Familie, die von Bhrugu abstammt. Im Brahmanda Puran wird Er Rama genannt, was sein ursprünglicher Name ist.], als Sohn von Jamadagni und Renuka, als der, der die Waffen beherrschte, um den Druck von der Erde zu nehmen und um des Friedens willen.“

Da Er selber eine Manifestation des Parshuram-Bewusstseins ist, sprach Guruji nur selten über Parshuram. Als Er über Ganesha sprach und als Er das Ramayana erzählte, gab Er wichtige Hinweise, die sich in den entsprechenden Kapiteln finden, so wie im folgenden Kurzvortrag vom Mai 2005:

Parshurams Geburtstag – ein segensreicher Tag

„Heute ist Akshay Traitya (Dieser Tag liegt in der Zeit von Ende April bis Mitte Mai). Es ist der Geburtstag der sechsten Inkarnation von Vishnu, Bhagawan (Gott) Parshuram. Was auch immer ihr an diesem Tag tut, der Verdienst für diese Taten wird niemals vergehen. Heute habt ihr beispielsweise an der Puja und der Feuerzeremonie teilgenommen, den Verdienst dafür werdet ihr bis zum Tage eurer Befreiung mitnehmen. Heute habt ihr alle große Verdienste erworben, viel von eurem Karma ist verbrannt worden. In Indien ist es so, dass an diesem Tag sogar die Ärmsten der Armen einer bedürftigen Person eine kleine Spende geben, eine Gabe oder etwas Geld, zum Beispiel etwas ungekochten Reis und Dal, nur ein wenig davon, aber sie geben einem Bedürftigen etwas, denn man bekommt an diesem Tag einen vielfach höheren Verdienst. Wenn man heute zehn Euro spendet, bekommt man den Verdienst für 10.000,00  Euro.

Parshuram – Rama mit der Axt | Foto: Raja Ravi Varma /  Wikimedia.org

Parshuram war ein Brahmane, ein Lehrer (Guru)

Heute wurde Bhagawan Parshuram geboren. Guruji möchte euch heute etwas über Bhagawan Parshuram erzählen. Er wurde in einer Brahmanen-Gemeinde geboren. Brahmanen sind die Lehrer, die Gurus. Als er geboren wurde, gab es viele Gräueltaten, die von Dämonen, aber auch von der herrschenden Klasse begangen wurden.

Seine Aufgabe war es, die Dämonen und die herrschende Klasse zu vernichten. Sein Vater war Jamadagni, der Sohn von Bhrugu, der die Horoskope für jedes Individuum geschrieben hat, das auf der Erde geboren werden sollte. Der Weise Bhrugu war einer der Söhne von Brahma, dem Schöpfer. Sie lebten alle in einem Ashram. Gertrud und einige andere haben diesen Ashram besucht.

Bhagawan Parshuram hatte verschiedene Aufgaben. Deshalb entfernte er sich von dem Ashram. Er war ein Experte im Bogenschießen und Er sammelte viele Soldaten in seinem Heer. Er praktizierte immens viel Askese und bekam dafür von Shiva göttliche Waffen. Shiva war Sein Guru.

Er bekam auch eine Axt von Shiva. In Sanskrit heißt Axt „Parshu“. Daher sein Name Parshu-Ram. Dann gab Shiva ihm die Aufgabe, viele Dämonen zu vernichten. Er erfüllte diese Aufgabe. Danach vernichtete er die herrschende Klasse, die Gräueltaten an den Weisen und anderen Menschen verübten. Die letzte Schlacht fand statt zwischen einer Handvoll Leuten, die sein Heer bildeten, etwa dreißig oder vierzig Leuten, und dem König Parastra Vahu. Dieser König war ein Anhänger von Lord Dattatreya und hatte von ihm die Gunst bekommen, dass, wann immer er es wollte, er statt seiner beiden Hände tausend Hände haben konnte, mit anderen Worten, er allein war so viel wie tausend Soldaten. Und dazu hatte Parastra Vahu eine großes Heer. Bhagawan Parshuram vernichtete sie alle. Danach zog er sich in den Wald zurück und praktizierte wieder strenge Askese. Zur Zeit von Rama kam Er zu Rama und gab ihm die Waffe, die er von Shiva bekommen hatte.

Im Dwaparayuga hatte er einen Ashram, wo er andere Menschen lehrte und ausbildete, er war Guru. Dieser Ort heißt Parashurameshwara.

Noch heute praktiziert der ursprüngliche Körper von Bhagawan Parshuram strenge Askese in einer Höhle, und heute ist er an der Mission von Baba beteiligt. Alle, die hier sitzen, haben den gleichen Verdienst für diese Feuerzeremonie bekommen. Deshalb gratuliere ich euch allen heute zu diesem Verdienst.“

illustration of Lord Rama in Navratri festival of India poster for Happy Dussehra

Parshuram und Rama

(Aus den Ramayana-Vorträgen von Guruji)

Es gab zwei Bögen, die Shiva Parshuram gegeben hatte, sie hießen Dhanushya. Parshuram war die sechste Vishnu-Inkarnation, Rama die siebte. Einen Bogen hatte Parshuram bei sich, den anderen hatte er Janaka gegeben, damit dieser ihn in den Shiva-Tempel lege und, falls nötig, auf Anweisung von Parshuram einsetzen könne. Sita wuchs heran, und eines Tages spielte sie in der Nähe des Shiva-Tempels, sie sah den Bogen und hob ihn mit einer Hand hoch. Alle waren höchst überrascht, weil nicht einmal mehrere erwachsene Männer es gemeinsam geschafft hatten, den Bogen zu heben. König Janaka war sehr glücklich. Er wusste nicht, dass Sita eine Inkarnation von Lakshmi war, aber er entschloss sich, sie nur mit einem Mann zu verheiraten, der diesen Bogen hochheben konnte.

Rama verneigte sich vor Shiva, den anderen, dem Guru und ging dann nach vorne. Er hob den Bogen mit einer Hand hoch. Alle waren überrascht. Dann legte er die Sehne herum, und der Bogen, den niemand hatte hochheben können, brach in zwei Teile. Zu diesem Zeitpunkt wurde eine so immense Energie erzeugt, dass es blitzte und donnerte, es regnete, und alles wurde erschüttert (zitterte). Danach beruhigte sich alles wieder. König Janaka erklärte, dass er Sita mit Rama verheiraten würde, und Sita legte die Blumengirlande um Ramas Hals.“

Ganesha sitting in meditating yoga pose in front of hindu temple. Decorated for religious festival by orange flowers garland, ceremonial offering. Balinese travel background. Bali island art, culture.

Wie Ganesha einen Stoßzahn verlor

(Aus den Ramayana-Vorträgen von Guruji)

„Jetzt will euch noch eine Geschichte am Rande erzählen. Gertrud fragte, wann der eine Zahn von Ganesha abgebrochen sei. Diese Geschichte will ich euch jetzt erzählen. Einmal ging Parshuram zum Kailash, um Shiva zu treffen, aber er wurde von Ganesha am Tor aufgehalten. Bhagawan (Gott) Parshuram sagte: „Shiva ist mein Guru und ich möchte zu Ihm und mit Ihm sprechen. Wie kannst du mich aufhalten? Shiva hat mir gesagt, dass ich immer, wenn ich möchte, zu Ihm kommen kann.“ Ganesha sagte: „Ich habe keine derartige Anweisung bekommen.“ So entstand ein Kampf zwischen den beiden.

Parshuram heißt Parshuram, weil er von Shiva eine Axt – Parshu bedeutet Axt – bekommen hatte, deshalb nannte man ihn Parshu-rama, ansonsten hieß auch Er Rama.

Dann warf Parshuram die Axt auf Ganesha, und Ganesha wusste, dass diese Axt von seinem Vater an Parshuram gegeben worden war. Deshalb nahm er sie auf einen seiner Stoßzähne, der dabei abbrach. Es blutete. Parvati Ma lief herbei, Shiva kam, und Parvati Ma fing an, Parshuram auszuschimpfen. Inzwischen kam auch Vishnu dazu, Parvati war weiter sehr ärgerlich. Dann erklärten ihr Vishnu und Shiva, warum dies geschehen war. Shiva sagte, dass einer der Namen von Ganesha Ekdanth sei. Es waren aber zwei Zähne da, und Ekdanth bedeutet  e i n  Zahn, deshalb musste einer abgebrochen werden.   Shiva sagte: „Ich habe Parshuram angewiesen zu kommen, dieser Kampf wurde von Mir inszeniert, und ich wollte Parshuram, Meinem Schüler, die Ehre geben, ihn auszuführen.

Vishnu war in Begleitung von Lakshmi. Als sich alle beruhigt hatten, umarmten sich Ganesha und Parshuram, und dann segnete Parvati Ma Parshuram und machte ihn unsterblich. So lebte Parshuram für den Rest des Sathyayugas.

Und Parvati Ma gab ihm noch eine weitere Gunst: „Niemand wird bemerken, dass du eine Vishnu-Inkarnation bist. Du wirst dich unter den Leuten bewegen, sie lehren und auf den rechten Weg bringen.“

Vishnu gab ihm Siddhis und seinen Status und sagte zu ihm: „Der Status des Avatars wird enden, wenn du Rama begegnen wirst. Gib Mir diesen Status zurück, wenn du Rama begegnest.“ Damit diese Anweisung Vishnus ausgeführt wurde, begegneten sich Parshuram und Rama in der Umgebung von Mithila, nachdem Rama und Sita geheiratet hatten. Parshuram gab den Status des Avatars an Rama ab. Aber Seine Aufgabe als Vishnu-Inkarnation war damit noch nicht beendet, Rama übernahm sie und Parshuram ging zum Mahindra Berg, um dort spirituelle Übungen (Tapascharya) durchzuführen. Danach gründete Er einen Ashram in der Nähe von Meerut.

Guruji wurde einmal gefragt, nachdem Er die Geschichte von Ganesha erzählt hatte, warum diese Geschichten so grausam seien (“da wird einem der Kopf abgeschlagen und solche Sachen”)?

Er antwortete: „Bestimmte Dinge müssen getan werden, Vishnus Gunst musste erfüllt werden. Wenn der Kopf nicht auf Ganeshas Körper gesetzt worden wäre, hätte das Versprechen, das Vishnu dem Dämon gegeben hatte, nicht erfüllt werden können. Deshalb musste der Kopf abgeschlagen und aufgesetzt werden. Anstatt eine Geschichte wie diese ablaufen zu lassen, hätte es natürlich auch direkt geschehen können; aber es wurde ein Kampf aufgeführt, und dann wurde das ganze Geheimnis gelüftet, warum es so geschehen war.“

„Für mich zieht es sich wie ein roter Faden durch Gurujis Lectures, wenn Er über die göttlichen Inkarnationen sprach, dass alles zum Wohl der Menschen inszeniert wurde, und dass Er uns etwas von dem göttlichen Spiel verstehen  lassen wollte. Manchmal erscheinen die Geschichten (aus den Puranas) wie Verdichtungen, mit denen Er (Guruji) in verschiedenen Zusammenhängen unterschiedliche Aspekte verdeutlicht.“ (Übersetzung und Kommentar von Angelika Esch-Behrends)


Bedeutung der göttlichen Spiele

Ganesha ist der Herrscher der Welt, in der das Prinzip der Dualität, der Trennung, vorherrscht. Dafür stehen seine zwei Zähne. Durch den Kampf mit Parshuram hat Ganesha einen Zahn verloren. Dieser EINE Zahn, der übrig bleibt, steht für die Göttliche Einheit des Bewusstseins. Diesen Kampf hat Lord Shiva initiiert, um auf etwas hinzuweisen: Parshuram führt den Weg aus der Dualität in die Einheit. Um siegreich aus diesem Kampf hervorzugehen, hat er dafür die Shiva-Kräfte in Form einer Axt übertragen bekommen. Die Shiva-Kräfte stehen für die Zerstörung des Bösen, im Menschen ist das die Transformation des EGOs vom Tierischen zum Menschlichen und schließlich zum Göttlichen. Diesen inneren Kampf mit der Dualität im Menschen begleitet und führt der Spirituelle Meister bei Seinen Schülern, bis ihnen „ein Zahn abbricht“ und sie in die Einheit mit Gott zurückkehren. Die Botschaft des göttlichen Spiels ist: Einheit wird erreicht, wenn Dualität (Trennung) aufgegeben wird.
Das göttliche Spiel um den Verlust von Ganeshas Zahn ist ein weiterer Hinweis auf den Befreiungsweg und die Bedeutung von Parshuram, der Meisterseele, als Spirituellem Meister. Jeder echte Spirituelle Meister bekommt von Shiva eine Einweihung, in der ihm die Shiva-Kräfte übertragen werden. Gertrud Perach war Zeugin, als Sai Baba die Shiva-Kräfte an „Gurui“ Sri Kanti Parshuram  übertragen hat. Das geschah 1998 in Kodaikanal.

Von Parvati-Maa bekommt Parshuram das ewige Leben seines Körpers geschenkt, damit alle Menschen in allen Zeiten die Möglichkeit erhalten können, von Parshuram nach Hause gebracht werden zu können.

Die zweite Gunst von Parvati ist, dass Parshuram nicht als Vishnu-Inkarnation erkannt wird, damit er Seine Aufgabe als Sadguru (Spiritueller Meister, der die individuelle Seele in die Befreiung führt) erfüllen kann. So kann er unerkannt als Guru (Lehrer) wirken und sich Seinen Schülern nach und nach in Seiner ganzen Göttlichkeit als Sadguru (Meister der Meister, Lehrer der Lehrer) zu erkennen geben. Deshalb sagte Jesus: „An ihren Früchten werdet ihr sie (die wahren Propheten) erkennen. 

Jesu Aufgabe war neben der als Spirituellem Meister, die des Weltenlehrers, der die göttliche Wahrheit zu den Menschen bringt und das Bewusstsein der Menschheit anhebt. In Seinen Lehren weist er immer wieder auf den Befreiungsweg und Seine Aufgabe als Spirituellem Meister hin. „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Doch dafür waren die Menschen noch nicht bereit – und so ist Jesus gekreuzigt worden. Das göttliche Angebot wurde nicht angenommen. 

Das Wissen um Parshuram und den Befreiungsweg ist über lange Zeit nur im Geheimen vom Spirituellem Meister an Seine Schüler weiter geben worden, damit Er inkognito wirken kann. Nun, an der Wende zum Satyha-Yuga, darf auch diese Göttliche Wahrheit allgemein gelehrt werden. Sri Kanti Parshuram beauftragte Dr. Gertrud Perach damit, den Befreiungsweg im Westen bekannt zu machen. (Anmerkung der Redaktion)

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