Der Befreiungsweg

Der unvergängliche Raum

Der unvergängliche Raum

Der unvergängliche Raum

Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Jenseits des Himmels:

AMAR LOKA

„Der wahre Guru ist wie ein Augenchirurg. Der Augenarzt heilt grauen Star, indem er die trübe Schicht im Auge des Patienten entfernt und so sein Sehvermögen wiederherstellt.

Der wahre Guru wird auch den Schleier der Unwissenheit und Anhaftung, der den Schüler verschwommen sehen lässt, entfernen und so seine natürliche spirituelle Sicht wiederherstellen.“

Nur wenn ihr euer Herz reinigt, indem ihr Unwissenheit, Kummer, Sorge, Gier und Neid beseitigt, könnt ihr die Fülle eurer Wirklichkeit erkennen. Feiert den Tag, an dem euer Gemüt von der Dunkelheit der Unwissenheit befreit ist und ihr die Fülle der Erleuchtung erlangt!“

Baba – Gedanke zum Tag vom 02.07.2011

Vorzüge und Nachteile des Himmels

Alle traditionellen Religionen auf der Welt – Hinduismus, Islam oder Christentum – reichen nur bis zum Bereich des Formlosen. Sie sprechen bloß vom Himmel und von keinem anderen Ort jenseits davon. Nur edle und große Seelen können den Himmel erreichen. Verehrung und edle Taten können es einem Devotee ermöglichen, in den Himmel zu gelangen. Die weltlichen Menschen scheinen mit dieser kurzlebigen Frucht zufrieden zu sein. Aber Krishna sagt zu Arjuna:

„Der Mensch geht in den Himmel, um dort die Früchte seiner Taten zu ernten, aber wenn seine Zeit dort abgelaufen ist, muss er zurück auf diese Welt.“ – Das heißt, dass der Himmel kein Ort für einen ständigen Wohnsitz ist.“

Mridugal Rishi war ein großer Weiser und eine edle Seele. Durvasa (ein anderer Rishi, vedischer Seher) war sehr erfreut über ihn und segnete ihn, dass er einen Platz im Himmel haben sollte. Der Bote des Himmels kam zu ihm und forderte ihn auf, in den Himmel zu gehen, was er sich aufgrund seiner guten Taten verdient habe. Der Rishi bat ihn, ihm alles über den Himmel zu erzählen. Der ehrwürdige Herr (Sahib Ji) sagte, dass der Himmel eine Illusion sei, und trotzdem wollten alle dorthin. Der Bote sagte:

„Es gibt dort wunderschöne Gärten voller lieblicher und süß duftender Blumen. Man kann dort jede Frucht essen, die man möchte. Die Umgebung ist ganz bezaubernd.

An verschiedenen Orten kann man schöne Bächlein mit reinem Wasser fließen sehen.

Es gibt dort keine Krankheiten. Die Annehmlichkeiten dort findet man auf dieser Welt nicht. Jeder hat eine Blumengirlande um den Hals. Diese Girlanden duften herrlich.“

Nachdem er die Annehmlichkeiten beschrieben hatte, die man im Himmel vorfindet, wurde der Bote still.

Mridugal Rishi sagte: „Oh Bote, erzähle mir nun bitte auch über die Nachteile des

Himmels!“ – Der Bote antwortete:

„Es gibt drei wesentliche Mängel:

  • Erstens beneidet einer den anderen, weil es drei Bereiche im Himmel gibt. Diejenigen in den niedrigeren Bereichen beneiden jene in den höheren Bereichen.
  • Zweitens herrscht dort auch Angst. Der Himmel ist also kein angstfreier Ort. Wenn die Zeit abläuft, die eine Person dort verbringen kann, fängt die Girlande an zu welken. Das ist eine Art Hinweis für die betreffende Person, sich bereit zu machen, um wieder in die irdische Welt zu gehen. Daher bekommen die Personen Angst, wenn sie das bemerken.
  • Drittens gibt es dort keinen Handlungsspielraum, um Fortschritte machen zu können. Das ist so, weil die Menschen nur dorthin gehen, um die Früchte ihrer guten Taten zu ernten. Dort können keine neuen Handlungen durchgeführt werden.“

Nachdem er das gesagt hatte, schwieg der Bote wieder. Da sagte der Rishi: „Oh Bote, in einen solchen Himmel möchte ich nicht gehen. Diese irdische Welt ist besser als der Himmel, weil ich hier handeln kann. Ich möchte die wirkliche Erlösung. Deshalb kannst du wieder zurückgehen.“ Der Rishi ging nicht mit ihm.

Jenseits des Universums liegt der unvergängliche Raum

Der Himmel, Brahmaloka und Niranjan Loka liegen innerhalb der drei Welten, die das Universum bilden. Nirakaar bedeutet Leere (Shunya), Äther oder das Formlose. Es ist also auch ein Element und somit vergänglich. Alles, was sich innerhalb der drei Lokas befindet, ist vergänglich. Sie sind nur eine Illusion.

Aber Kabir Sahib Ji (der ehrwürdige Herr) sprach über den Aufenthaltsort, der weit jenseits von diesen drei Welten liegt und keinerlei Auflösung unterworfen ist. Baba hat dazu gesagt, dass es sehr schwierig ist, zu erkennen, was jenseits dieses Kosmos ist, und dass 80 Prozent verborgen sind. Dort gibt es keinerlei Täuschung.

Es gibt etwas sehr Gewichtiges in Kabir Sahib Jis Mitteilungen:

Amar Loka, dieser unvergängliche Raum, ist das seltenst zu Erreichende von allem, was jenseits des Universums, der drei Welten, liegt. Nur der wahre Sadguru (Lehrer der Lehrer) kennt ihn.

Oberhalb von Shunya, der Leere, liegt Mahashunya, die große Leere, in der es sieben Welten gibt. In einer Entfernung von fünf Asankhya Yojan (vedisches Längenmaß, das vier bis 18 Meilen umfasst) liegt der Achint Loka. Drei Asankhya Yojan darüber liegt

der Sohang Loka. Und wiederum fünf Asankhya Yojan darüber liegt der Mool Surti Loka; von dort kommt das Bewusstsein herab. Drei Asankhya Yojan darüber befindet sich der Ankur Loka; danach kommen der Ichchha Loka, der Vani Loka und der Sahaj Loka. Aber Kabir Sahib Ji sagt, dass es sogar bis zu diesem Ort noch Auflösung gibt.

Kabir Sahib Ji sagt, dass alles, was er beschrieben hat, sogar bis hin zum Sahaj Loka, innerhalb des von Auflösung betroffenen Bereiches liegt.

Das bedeutet, dass selbst der Sahaj Loka noch von Auflösung betroffen ist. Ein Asankhya Yojan oberhalb des Sahaj Loka beginnt der Wohnsitz des Höchsten Herrn (Param Purusha). Er wird auch als ‚Amar Loka‘ bezeichnet. Er ist jenseits aller Auflösung. Dieser Raum ist so riesig, dass unzählige Universen wie das des formlosen Gottes

(Kaal Niranjan) darin Platz haben. Hier halten sich alle Seelen auf und erfreuen sich ewiger, unbeschreiblicher und nie gehörter Freuden. Wer dorthin gelangt, kehrt nie wieder in die illusionäre Welt von Kaal Niranjan zurück. Er bleibt immer in den Höchsten Herrn vertieft.

Dort gibt es keinen Kummer und kein Leiden. Dieser Ort ist der wirkliche Wohnsitz der Seele (Hamsa).


Quelle: Rundmail von sathyam9992004@yahoo.com über saibabanews@yahoogroups.com vom 07.09.2001

Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

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