Der Befreiungsweg

Der Guru – die letzte Rettung

Der Guru – die letzte Rettung

Der Guru – die letzte Rettung

Foto: Gurujis mit Blumen geschmücktes Bild bei einer Haven (Feuerzeremonie)

Eine kleine Geschichte von Sai Baba 

Ein Mann, der nach spiritueller Verwirklichung strebte, ging in den Dschungel und stapfte durch eine unsichere Gegend. Im dichten Unterholz hörte er das zornige Brüllen eines Löwen. Er kletterte auf einen Baum, um dem Tier zu entkommen, aber der Löwe sah ihn zwischen den Zweigen und strich fürchterlich wütend immer um den Baum herum.

Auf dem Baum wurde er von einem Bären angegriffen, und so rutschte er an Wurzeln herunter, die von einem der Zweige des Banyanbaumes abwärts wuchsen.  Glücklicherweise gab es zwei Wurzeln an diesem Zweig, so dass er in der Luft hängend sich mit jeder Hand an einer Wurzel festhalten konnte.

Und dann sah er zwei Ratten, eine weiße und eine schwarze, die unten an diesen Wurzeln nagten und so mit jedem Biss sein Leben gefährdeten. Als er sich in dieser gefährlichen Lage befand, verlor eine Honigbiene, die auf einem der oberen Äste saß und voll von süßem Nektar war, ein paar Tropfen. Der unglückliche Mann streckte seine Zunge heraus, um einen Tropfen aufzufangen, um den köstlichen Honig zu kosten. Aber seine Zunge reichte nicht so weit. In Verzweiflung und panischer Angst rief er flehend zu seinem Guru. „Oh Guruji, komm und rette mich!“

Der Guru hörte im Vorbeigehen sein Flehen und eilte zur Rettung. Er brachte Pfeil und Bogen und erlegte den Löwen und den Bären, verscheuchte die Ratten und  rettete den Schüler aus der Todesangst. Dann brachte er den Mann in seinen Ashram und lehrte ihn den Befreiungsweg.

Das ist die Geschichte eines jeden von euch. Die Welt ist der Dschungel, in dem ihr umherstreift. Furcht ist der Löwe, der euch auf den Baum der weltlichen Aktivitäten treibt. Sorge ist der Bär, der euch in Angst und Schrecken versetzt und euch bei euren Schritten in weltlichen Aktivitäten verfolgt. So rutscht ihr über die Zwillingswurzeln von Hoffnung und Verzweiflung hinunter in Anhaftung und Aktivitäten, die euch binden. Die beiden Ratten sind Tag und Nacht, die an eurer Lebenszeit fressen. Zwischendurch versucht ihr, kleine Freuden zu ergattern durch kleine süße Tropfen von Egoismus und Gefühlen von „mein“. Am Ende findet ihr heraus, dass die Tropfen belanglos und außer Reichweite sind und in der Qual des Aufgebens ruft ihr den Guru. Der Guru erscheint, sei es von innen oder von außen, und rettet euch aus Furcht und Sorge.

 

 

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