Der Befreiungsweg

Das Streben nach Befreiung muss früh im Leben beginnen

Das Streben nach Befreiung muss früh im Leben beginnen

Das Streben nach Befreiung muss früh im Leben beginnen

Foto: Shiva und Shakti – Statuen aus Rishikesh.  Sathya Sai Baba  verkörpert sowohl Shiva, das männliche Prinzip Gottes, als auch Shakti, das weibliche Prinzip Gottes. „Sai“ heißt Göttliche Mutter, „Baba“ göttlicher Vater. „Sathya“ bedeutet Wahrheit.

Sathya Sai Baba über das Erreichen von Befreiung

Befreiung ist nicht etwas, das man in dem Leben nach dem Tod erreichen kann. Das Streben nach Befreiung muss früh im Leben beginnen und kontinuierlich voranschreiten. Ein anderer Begriff für Befreiung ist „Emanzipation“. Das ist wahre Freiheit – Freiheit von der Bindung an die Sinne. Das bedeutet, dass ihr alle Pflichten ohne Bindung an die Früchte erfüllen müsst. Heutzutage werden alle Handlungen mit Bindung an die Ergebnisse ausgeführt. Zum Beispiel belegen Studenten das Fach Biowissenschaften mit dem Ziel, Arzt zu werden. Daran ist per se nichts falsch. Aber wenn sie Ärzte werden, sollten sie sich in erster Linie mit dem Wohl ihrer Patienten beschäftigen und nicht mit ihrem Einkommen! Auch wenn soziale Hilfsdienste geleistet werden, gibt es oft ein Element des Eigeninteresses, das die Qualität eures Dienstes beeinträchtigt. Anstatt eine positive Handlung selbstloser Liebe zu sein, wird Dienen zu einem negativen Akt, dem der Makel des Eigeninteresses anhaftet. Aus solch negativen Aktivitäten kann keine dauerhafte Freude gewonnen werden. Sathya Sai Baba, 15.2.1998. 

Das Ziel des Lebens besteht aus zwei Toren: dem weltlichen und dem spirituellen

In einem Fußballspiel kicken die Spieler unaufhörlich den Ball hin und her, bis er ins Tor geschossen wird. Sie müssen aufpassen, dass der Ball nicht durch die beiden Pfosten geht, die das (falsche) Tor definieren. Das Ziel des Lebens besteht ebenfalls aus zwei Toren: dem weltlichen und dem spirituellen. Du bist als Mensch geboren mit dem Ziel, nicht wiedergeboren zu werden. Du musst  in dem Rahmen zwischen weltlichen und spirituellen Zielen leben. Die sechs schlechten Eigenschaften: Begierde, Wut, Gier, Sehnsucht Stolz und Eifersucht sind auf einer Seite, und die guten Eigenschaften Wahrheit, rechtschaffenes Verhalten, Frieden, Liebe, Gewaltlosigkeit und Hingabe sind auf der anderen Seite. Das Spiel findet zwischen beiden Mannschaften statt. Wenn du auf dem göttlichen Pfad entlanggehst, kannst du Frieden erfahren und ich ebenso mit anderen teilen. Du wirst Befreiung erlangen.

Über Arbeit und das Opfern der Früchte

Wenn Arbeit mit einer egoistischen Einstellung unternommen wird, angetrieben von selbstsüchtigen Motiven und inspiriert durch die Hoffnung auf Verbesserung der eigenen Lage, nährt sie Gier, Stolz, Neid und Hass. Dann festigt sie die Bindung und fördert das Gefühl der Anhaftung an immer profitablere Arbeit. Sie fördert Undankbarkeit gegenüber denen, die mit Hand und Verstand mithalfen, und gegenüber Gott selbst, der den Menschen mit Antrieb und Geschick ausstattete. „Ich habe es geschafft“, sagt man, wenn die Arbeit gelingt. Oder: „Andere haben mir meinen Erfolg verdorben“, wenn sie fehlschlägt. Wenn die Arbeit fehlschlägt, führt das zu Groll, Depression und Verzweiflung. Je tiefer man an die Früchte gebunden ist, desto intensiver und schmerzhafter ist die Trauer, wenn man enttäuscht ist. Das einzige Mittel, beidem – Stolz und Schmerz – zu entkommen, besteht daher darin, das Ergebnis dem Willen Gottes zu überlassen, während man in dem Gedanken glücklich ist, seine Pflicht mit aller Hingabe und Sorgfalt getan zu haben, derer man fähig ist! Sathya Sai Baba, 10.9.1984  

Über Seva (Dienst) als Pfad zur Führerschaft

Die Menschen sollten erkennen, dass Dienst (Seva) der Pass zur Führerschaft ist. Daher sollte in den Dienst-Organisationen keine Unterscheidung zwischen hoch und niedrig erlaubt sein, und alle sollten eingeladen sein, am Dienst teilzunehmen. Tatsächlich ist die menschliche Geburt zum Dienst bestimmt. Welche anderen Errungenschaften man auch haben mag, sie können der Freude nicht gleichkommen, die aus selbstlosem Dienst bezogen wird. Hanuman, der in vielerlei Hinsicht mächtig, mutig und großartig war, war zufrieden damit, sich selbst als Diener Ramas zu bezeichnen, als er in Lanka gefragt wurde, wer er sei. An seinem Beispiel könnt ihr erkennen, was für eine großartige Sache es ist, ein Diener Gottes zu sein. Der Herr aller Welten, Sri Krishna, war bereit, als Arjunas Wagenlenker zu dienen. Die Haltung des Dienens war dem Herrn schon immer lieb. Alle Sai Sevakas sollten zu Beginn das Gefühl kultivieren, dass sie alle Funken des Göttlichen sind. Nur dann können sie ihren Dienst mit ganzem Herzen leisten. Sathya Sai Baba, 24.11.1990  

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